Wege aus der Scham
In der nächsten Zeit möchte ich Sie begleiten auf den Wegen aus der Scham. Scham und Schuld binden sehr viel Energie und schränken unsere Vitalität und Kreativität ein. Wie wäre es ohne Maske leben zu dürfen? Erfahren Sie hier mehr und bei meinem Seminar "Wege aus der Scham - weil ich es wert bin"
Freitag, 24.3. 17:00 - 20:00
Samstag, 25.3. 10:00 - 17:00
Wien
Kursbeitrag € 360,- (inkl. Kursunterlagen und Materialien)
Seminarprogramm:
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Seminar und workshop helfen uns die hinter den Emotionen stehende,n positiven Intentionen zu erkennen. Wir erforschen gemeinsam anhand von theoretischen Zugängen unser eigenes Schamempfinden und ihre Abwehrmechanismen. Im geschützten Rahmen können wir uns - jede im eigenen Maß und Tempo - öffnen und alte Wunden heilen.
Wer seine Emotionen kennt, kann besser damit umgehen und seine Quellen wiederfinden. Kreativität, authentisches Auftreten und die Würde (wieder) gewinnen sind unsere Ziele. Sich versöhnen, mit sich selbst, den Eltern und der Umgebung -
"Weil ich es wert bin. Ja, weil ich es wert bin!"
Wie aus der Theorie Praxis und Kraft für den Alltag wird:
- Schamtheorien
- Abgrenzung zu Schuld
- Scham in Mythen und Erzählung
- Wie verarbeiten wir Scham im Alltag?
- Positive Intentionen der Scham
- Ressourcenübungen für Schambewältigung
- Körperzentrierte Therapieübungen
- Neurobiologie und Freiheit
- Schamabwehr
- Selbstwert und Würde
- "Weil ich es wert bin"
Auszüge und Teaser meines Buches:
Schritte aus der Scham (Herbst 2023)
Schritt 1
Der Scham einen Namen geben
Wir haben aus Sicht der Wissenschaft sechs Grundemotionen, die uns bei der Geburt bereits "vorinstalliert" sind. Dabei handelt es sich am Angst, Ärger, Trauer, Ekel, Neugier und Freude. Sie haben uns als evolutionäre Konstanten beschützt und weiter getragen.
Wenn die 6 Emotionen uns genetisch eingeschrieben sind, so gibt es auch soziale Gefühle, die uns im Zuge unserer Sozialisation anerzogen werden. Auch sie sind wichtig, weil sie dazu beitragen, dass ein soziales Gefüge funktioniert - doch der Preis dafür ist hoch.
Scham und Schuld sind die tiefsten und auch schmerzhaftesten Emotionen, die wir kennen.
Schuld sagt: Ich habe einen Fehler gemacht
Scham sagt: Ich bin der Fehler, ich bin fehlerhaft, ich bin es nicht wert…
Wenn wir uns Schuld ansehen, dann gibt es hier immer noch einen Ausweg - die Entschuldigung, die Entschuldung, die Reue, eine Form Erlösung…vielleicht nicht gänzlich, aber doch merkbar erleichternd - wenn wir unsere Schuld eingestehen, dann können wir relativ integer wieder weitergehen, jede Religion kennt ihre Vergebungsrituale.
Die Scham kennt das so nicht: In der Beschämung liegen unsere verwundbarsten Stellen frei und offen da und es sind nicht die großen Tragödien, die uns beschämen. Ganz im Gegenteil sind es Momente, wenn wir als Kind etwas präsentieren: „Schau, was ich gefunden habe, was ich gemacht habe…“ und die Reaktion ist ein nebenher abwertendes „Ach, was!“
Hier werden wir beschämt in unserer Freude:
Was ich gefunden habe, ist nichts wert
und meine Freude, die ich damit hatte, ist dumm
und der Stolz, den ich gefühlt habe, ist schlecht
Das sind keine großen Angriffe oder Attacken, das sind einfach Zurückweisungen. Und doch oder gerade deshalb: Es entwertet alles, was ich bin. Hier sind wir verwundbar und nackt.
Niemals sind wir so verletzlich, als wenn wir sagen „Ich bin verliebt in dich“ und die Reaktion des anderen noch nicht wissen.
Oder wenn wir sagen "Bitte bleib da, ich brauche dich.. "
Diese Beschämungen sind so schmerzhaft, dass Menschen fast alles machen, um sie zu vermeiden. Ich erinnere an den Film „Der Vorleser“, wo die Hauptfigur lieber lebenslang ins Gefängnis geht, als zuzugeben, dass sie nicht lesen und schreiben kann.
In dieser unterdrückten Scham und eben Schamvermeidung liegen sehr viel Kraft und Energie gebunden. Die Emotion ist tief unterdrückt und quasi eingefroren, denn jeder Zentimeter könnte hier etwas Schmerzhaftes auslösen. Wie wir wissen, kann aber auch jeder Zentimeter Veränderung zur Heilung beitragen.
Meine Frage über die letzten beiden Jahre war: Wie kann man dort hinkommen,in diese gefrorenen, schmerzhaften Regionen der Scham, die uns hemmen und blockieren? Und ist es überhaupt gut, dort hinzugehen, als Coach, als Begleiterin, als Freundin? Sollten manche Dinge vielleicht doch lieber im Dunkel bleiben, weil sie zu schmerzhaft sind?
Ich meine „Ja, hingehen und hinsehen“ - mit größter Vorsicht und Behutsamkeit. Dorthin geht man nicht mit der Brechstange und sagt „Sei doch einfach mal schamlos“ - das wäre nicht hilfreich.
Dorthin führt nach meinem Ermessen vielmehr nur der Weg der Empathie „Ja, das kenne ich auch. Das kennen wir alle. Du bist nicht allein!“
Dieses "Du bist nicht allein in deiner Scham" ist ein erster Schritt. Mehr dazu beim nächsten Mal, bis dahin "Do silly things".
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Schritt 2
Scham geht oft mit verringertem Selbstwert einher
„…ich war so beschämt, dass ich erstarrt bin und kaum mehr zu atmen wagte - so, als wäre ich es nicht wert“,
erzählt mir jemand und ich denke:
„Ja, das kenne ich auch!“
Wie also den Selbstwert, die Würde wiederfinden?
Um unseren Selbstwert wiederzufinden, gilt es einige Veränderungen im Leben vorzunehmen. Dies kann man sich als 4 Stufen nach oben vorstellen:
Als ersten Schritt erkenne ich, dass Selbstschutz für mein Überleben sorgt. Dieser Schutz und gewisse Sicherheiten, wie Nahrung, Kleidung, Wohnraum, etc. brauche ich für mein physisches Überleben.
Die Selbstsorge, also dass ich mich kümmere um meine Grundbedürfnisse, wie Bindung und Kontakt, Grenzen und Miteinander, um mein soziales Gefüge, das mir auch Autonomie erlaubt
bildet die Basis für Selbstachtung: Ich bin es wert, ich kann, ich will und ich darf.
Es gibt Menschen, die mich schätzen, die mich mögen, manche lieben - warum also nicht auch ich? Der Zielzustand und damit die letzte Stufe ist also die Selbstliebe.
Ja, ich darf mich lieben, das ist die Person, mit der ich den Rest meines Lebens verbringe - ich möchte gerne mir ihr befreundet sein.
Dieser Lebensfreundin gestehe ich Fehler zu, und, dass sie nicht nur nach rigiden gesellschaftlichen Moralvorstellungen funktioniert, sondern auch ihre eigenen Werte und Bedürfnisse lebt.
Schritt 3
ICH sein dürfen
Scham ist wahrscheinlich das schmerzhafteste Gefühl, weshalb wir fast alles machen, um es zu vermeiden.
Oft sind wir darnieder und fühlen uns ohnmächtig.
Wir stecken viel Kraft in die Unterdrückung des Gefühls,
in unsere soziale Maske,
in die Starre, die uns vermeintliche Erwartungshaltungen der Anderen abverlangen.
Nur - den Anderen geht es genauso!
Wie wir unsere Energie, Spontanität und unser Ich-Sein wieder zurückgewinnen, können wir auch trainieren.
Sehr oft haben wir früh erlerntes Schamgefühl zur Orientierung verinnerlicht. ABER: Werte verändern sich und wir können uns neu orientieren, unsere übernommenen Wertvorstellungen und beliefs hinterfragen. Doch oft haben wir schon schlechte Erfahrungen gemacht und es scheint, also ob es besser wäre in innere Einsamkeit zu gehen, bevor wir erneut beschämt werden - so unser Gedanke.
Wir können jedoch unseren Umgang mit uns selbst und mit den anderen auch trainieren, um ihn zu verändern:
- in ICH - Botschaften sprechen
- Wünsche äußern
- um einen Gefallen bitten
- Selbst sein können im Miteinander
- Achtsamkeit auf Emotionen
Schritt 4
"Ich möchte..."
„Scham ist das große ZU!“, erzählt mir neulich jemand.
„Zu groß, zu klein, ich bin zu viel, ich bin zu wenig,
ich schütze meine Grenzen zu wenig, ich bin zu nachgiebig, zu stark, zu schwach, zu neugierig, zu..“
„Ja,“, denke ich, „und dann ziehe ich mich zu sehr zurück!“
Wie gewinne ich meine Vitalität und Entdeckerfreude wieder zurück? Wie kann ich gleichzeitig ICH sein UND mit den Anderen?
„Ich möchte geliebt und anerkannt werden, doch leider bin ich zu…dick, zu dünn, zu dumm, zu aufdringlich..“
Damit wir uns gut fühlen, muss der andere eine hohe Meinung von uns haben, eigentlich muss er uns bewundern und ja, er sollte wissen, was wir brauchen, ohne dass wir darum bitten müssen - so oft unser Gedankengang.
Damit lernen wir aber umgekehrt nicht, unsere Wünsche und Gedanken auszudrücken, zu sagen, was uns im Inneren bewegt, was wir gerne hätten und was wir fühlen.
Wenn der andere unser Sehnen nicht erraten kann, fühlen wir uns beschämt, denn das bedeutet uns, dass wir nicht geliebt werden.
Wir bleiben zurück mit Selbstmitleid und Groll, dem Gefühl der Hilflosigkeit und Angst.
„Ich mache alles für dich, aber Du…?!“
Ein Ausweg aus diesem Teufelskreis von unerfüllten und unerfüllbaren Erwartungshaltungen ist, zu lernen, seinen Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Weg vom Manipulieren, hin zur Geltendmachung meiner Wünsche: „Ich möchte gerne…“
„Ich möchte gerne…“ ist ein legitimer Wunsch, keine Rechtfertigungslitanei - einfach versuchen, das nächste Mal!…. bevor Sie Ihre Bedürfnisse wieder runterschlucken, das Haar in der Suppe unkommentiert und still schweigend („Man möchte ja…keine Umstände machen..“) essen, in die Berge zockeln, obwohl Sie eigentlich ans Meer möchten oder jemandes Wunsch erfüllen, obwohl Sie eigentlich nicht möchten.
Denn bei alldem, was wir nicht möchten, bleibt die Frage „Was möchten ich dann?“ Es ist wert, sich das einmal zu überlegen, mit sich selbst zu klären - damit man im rechten Moment sagen kann „Ich möchte…“
Schritt 5:
Spiegelbild der Seele - heilen ist wieder ganz werden!
„Ärger, Groll und Rache werden nach außen gerichtet und dienen dem Schutz vor Scham- und Schuldzuweisung.“ (M. Hammer)
Was aber mache ich nun mit meinem Ärger, Groll und meinen Rachegedanken, wenn ich sie nicht auf einen anderen richten möchte, um niemanden zu verletzen? Richtig!! Nach innen lenken!
Wie kann ich aus diesem Kreislauf von Verachtung gegenüber den anderen und mir ausbrechen? Wie finde ich meinen Selbstwert, sodass ich weder mich noch andere entwerten muss?
Heilen ist ganz werden.
Wo wir immerfort grollen, tragen wir eine Neigung in uns, Ärger und Wut im Übermaß zu entwickeln. „Über alles und jeden könnte ich mich aufregen. Manchmal suche ich richtig danach und bin erst zufrieden, wenn sich alle ärgern und die Stimmung schlecht ist!“
Was aber ist die positive Absicht?
„Groll tritt immer dann auf, wenn Menschen Dinge ändern möchten - aber scheinbar nicht können.“ (H.P. Röhr)
In der therapeutischen Arbeit sind es immer die ungeliebten, die abgelehnten, die Schattenseiten, die zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit herangezogen werden. Sie führen uns zu den ungeliebten Stellen, zu den Defiziten, zu den Seiten, die noch gelebt werden wollen.
Diese Seiten, auch der Widerstand, das sind Wegweiser für die Veränderung.
Wenn wir uns dieser Seiten gewahr werden, sie also auffinden, dann können wir sie in einem weiteren Schritt auch akzeptieren. „Ja, das gehört auch zu mir.“
Alleine das Annehmen von Schattengefühlen, von Scham und Schuld, stellt zumeist schon eine große emotionale Erleichterung dar und die gebundene Energie wird frei für anderes: für unser Selbst aus Licht UND Schatten, für unsere Kreativität und für unsere Unbefangenheit. „Ich darf sein, wie ich bin - so, wie ich bin, so bin ich richtig! Mit all meinen Ecken und Kanten. Manche Leute mögen mich trotzdem, etliche Leute mögen mich gerade deswegen!“
Heilen ist wieder ganz werden.
Schritt 6:
Die Schatten lichten sich und es wird hell um mich
…und irgendwie ist dann alles gleichzeitig: Scham, Verlegenheit, Verachtung, Schande, Angst, Entwürdigung und ja, dann kommt der Gedanke Wieder alles falsch gemacht und dass ich sowieso nichts richtig machen kann…
Dann mache ich mich noch extra klein, damit er mich wieder aufrichten kann.“
ABER JETZT EHRLICH - wer wertet denn in diesem Spiel wen ab? Und muss das so sein? Oder kann ich meine Selbstachtung stärken, damit ich auch deine Würde und Schönheit wieder sehe!“
Manchmal empfinden wir Scham vor unseren Mitmenschen, manchmal vor uns selbst und mitunter empfinden wir auch Scham FÜR unsere Mitmenschen oder gar Verachtung. Und manchmal ist es dann alles mitsammen und verschwimmt zu einem Ekel vor allem.
Dieser stuck-state kann auch dazu führen, dass jede Klarheit abhanden kommt und ich im Dilemma stecke zwischen den beiden Polen:
WENN ICH GEWINNE, FÜHLE ICH MICH SCHULDIG
WENN ICH VERLIERE, SCHÄME ICH MICH.
Die Frage ist, ob man hier nicht manchmal einfach unentschieden spielen kann. Darf ich mir Erfolg erlauben, darf ich mir erlauben glücklicher zu sein, als vielleicht meine Eltern es waren? Werde ich dann ausgestoßen, wenn ich besser bin als mein Nachbar, mein Kollege, meine Freundin? Oder sind meine Mitmenschen…auch Menschen, die mich aushalten können, weil sie auch Herz und Hirn haben?
Um meine Würde und Schönheit wahrzunehmen, ist es hilfreich deine Würde und Schönheit zu sehen - ich werte dich hoch, ich werte mich hoch und in dieser Hochachtungsschaukel vergrößert sich die Resonanz zu positiver Intensität.
Wenn du sein darfst, wer du bist, dann kannst du auch mich sein lassen und umgekehrt - die Schatten lichten sich und es wird hell um mich!
Schritt 7:
„Das Narbengewebe verdeckt die Wunde verdeckt die Seele“ (E. Berger)
Das ist also dort, wo nicht alles immer so glatt ist, egal ob auf unserer Haut oder auf unserer Seele. Dort sind die sensiblen, schmerzhaften Stellen - und wir verteidigen sie mit Zähnen und Klauen.
Klar, denn dort sind wir verletzlich und dort ist gleichzeitig auch unsere vitalste Stelle - es ist ja nur ein dünner Schutz drüber.
Aber funktioniert Selbstschutz immer nur mit Zähnen und Klauen oder könnte dazu auch einfach mehr Klarheit dienen?
Darf ich, und wenn ja, wie kann ich meinen Bedürfnissen nach Schutz, Anerkennung, Liebe… Ausdruck verleihen?
Wenn ich mir zuhöre, kann ich mich ganz mit mir vertraut machen.
Ich kann alles, was zu mir gehört, freundlich betrachten, so wie man einen lieben Freund betrachtet: Man sieht natürlich auch seine Fehler, seine kleinen Angebereien und seine Angst, viel wichtiger aber sind die Freundlichkeit, das Lachen, das Bemühen meines Freundes.
Wenn ich mich selbst zum Freund habe, dann darf ich auch denken und fühlen, was da ist. Es hat seine Berechtigung, weil es der Ausdruck dessen ist, was ich bin und wie es mir im Moment geht.
Das alles gehört zu mir
und ich gehöre mir,
und ich kann etwas aus mir und mit mir machen.
Wenn ich das Gewohnte verlasse, beginnt das Unbekannte, das ist
etwas unheimlich
und unheimlich schön.
Schritt 8:
Ich kann mich den anderen zumuten!
Scham ist nach Joachim Bauer ein selbstreferentielles Gefühl. Wir fühlen etwas, weil es uns selbst betrifft, als Referenz brauchen wir aber auch ein Gegenüber.
Im Extremfall werden aber die „Augen der anderen“ mein Gefängnis.
Wie kann ich Schritte aus diesem Gefängnis heraus unternehmen?
Scham heißt Verlust des Ansehens, d.h. MEIN Blick auf mein Selbst ist getrübt, weil
- ich mich minderwertig fühle
- ich entblößt und beschämt dastehe
- ich eine internalisierte soziale Norm überschritten habe
Ich fühle den Schmerz, das Ansehen verloren zu haben und ziehe mich zurück: hinter meine vier Wände, hinter jemand anderen oder einfach hinter eine ewig lächelnde Maske.
Doch wir sind auch mit einem emphatischen Gen gesegnet, das uns mit anderen verbindet.
In den Resonanzräumen, die sich bilden aus mir, aus den anderen, aus meiner Umgebung, in diesen Räumen darf sich mein Selbst auch ausbreiten, darf sein, wie es ist. Zu diesen Resonanzräumen gehören Menschen, Tiere und ganz wesentlich auch die Natur.
So kann ich fühlen, was die Welt fühlt - und weil die Welt mich mag, darf ich mich auch mögen - ziemlich logisch, oder?
Ich kann mich den anderen zumuten!
Schritt 9:
Release und relieve (Scham befreien und Gefühle lindern)
Nach Marks gibt es 6 Arten von Scham:
Anpassungs-Scham
Gruppen-Scham
empathische Scham
Intimitäts-Scham
traumatische Scham
Gewissens-Scham
Da ist ja wohl für jedeN etwas dabei!
Aber es gibt auch Mittel und Wege das eigene Schamempfinden etwas zu regulieren, damit wir uns nicht alles (von uns) gefallen lassen müssen!
Wir können wir unsere hemmenden Emotionen regulieren - dazu einige Tipps:
Release und relieve (befreien und lindern)
- Sich selbst wertschätzen: Ich bin es wert, dass ich für mich sorge.
- Ansehen genießen (von anderen, von und vor Zeugen „sponsorship“)
- Wertvolles tun: Ich tue Dinge, die ich für wertvoll halte.
- Emotionen teilen und mitteilen (Mitgefühl erleben und seinem Wahrnehmungsvermögen trauen)
- Neue Erlebnisse = Erfahrungen wagen (ohne Beschämung zu befürchten)
- STOP und NEIN trainieren (mein Nein ist es wert, mein Ja auch)
- Kleine „moves“ aus der Ohnmacht (körperlich verrücken „Do Silo things“)
- Feedback einholen, statt andere Meinungen zu phantasieren
- Normalisierung <=> Ideal & Perfektion „Ich bin nicht perfekt, aber gut“
- Frustration und Hoffnungslosigkeit vorbeiziehen lassen „wie Wolken am Himmel“
- Manchmal einfach traurig sein: Traurigsein markiert das Ende des mühsamen Kämpfens. Manchmal sich eingestehen „Heute kann ich nicht mehr, vielleicht morgen wieder“
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